Metaphorik der Neuzeit

Die Metapher der Metapher wegen: Komm, versuche dich und teste dein Sein. Mach mir die Metapher!

Der Mensch als Metapher: Was geht auf zwei Beinen und macht Krieg?

Die Metapher der Metapher wegen: Das ist aber ein Vergleich.

Der Mensch als Metapher: Stimmt. Mir fällt nix anderes ein … 🙁

ver.

Die nacht rauscht wie im rausche und rausche ich

rauscht die tür und fremde menschen als bilder rauschen

rauschen vorbei ich rausche und fühle wie nie das hier und es drückt mich

drückt mich durch die tür hindurch und das beben des herzes beim suchen

sehe ich dich und morgen gestern heute schmelzen und es rauscht

ich sehe dich wie nie wir kennen uns auf ewig schon ewig jetzt hier

deinen namen deine lippen deine wärme deine augen dein blick deine haut dein herz

deine stimme und dich das lachen wo bist du gewesen

deine wärme mein herz es rauscht du rauschst ich suchte

du bist hier immer gewesen nimm mich mit und ich schmecke

deine lippen warm wie sonne und der sand der ewigen wüste

zeit steht still nur dieser eine kuss deine lippen als rauschen und

es explodiert das stroboskop der neuronen

im hier und jetzt lass uns rennen fliehen fliegen fallen

die treppen nach oben und ohne ende immer höher

die tür rauscht auf und menschen rauschen vorbei

ich sehe dich und kenne dich wer bist du so warm das licht

dein haar braun und schwer wie der sand der wüste drückt

mein herz schlägt es endet und beginnt hilf mir ich erfriere

an der hitze meines herzens die übelkeit der unmöglichkeit mein bauch es dreht

dass ich mich drehe zu dir und ich mich beben lasse zu dir denn

du

bist

das

beben!

Erkenntnis der Minute – Die Evolution im Haar

Soziale Interaktionen, Verhaltensmuster und vermeintliche Rechtfertigungen dafür werden früh (vermutlich) stark Willens-unabhängig festgelegt. Im Laufe der Zeit erhöht sich die Vielfalt dieser Faktoren. Doch im Grunde bleibt es dennoch das, was festgelegt wurde. Und so werden die Einen die Anderen nie verstehen. Und so werden die Einen die Anderen ausschließen und meiden. Im Grunde ist das Andere stets eine Gefahr. Nur wenn plötzlich ein warmer Wind aus dem Süden uns sanft durch die Haare streicht, werden wir ahnungshaft erinnert, dass wir alle uns drehen. Das Rad dreht sich. Eine Runde nach der anderen …

Evolution: „Ich treibe sie, ich opfere sie, ich fresse sie. Sie sind mir hörig.“

Extraterrestrischer Faktor: „Nun, gut, dass Du mich nicht entmachtest.“

Evolution: „Ich will dich einverleiben. Spring zu mir und werde irdisch!“

Extraterrestrischer Faktor: „Niemals. Die Zeit ist mein Herr.“

Evolution: „Ich belohne dich mit Macht. Ein süßes Gift, was Dich verderben soll.“

Extraterrestrischer Faktor: „Der Unendlichkeit bin ich verfallen schon. Kein Platz für irdisch Diktat.“

 

Liebesgedicht an den Menschen

Schieß!
Schieß!
Schieß!
Weit nach oben;
Ganz weit oben, da wo
Die Geier im Kreise kreisen.

Schieß sie ab!
Schieß sie tot!
Dass sie fallen sollen tief und tiefer
Nieder vor Deine Füße.

Und dann, dann stich richtig zu!
Reiß die Federn aus!
Und reiß den Schnabel,
Reiß auch den heraus!

Dann wickel den Korpus ein!
Die nackten Geierleichen,
Mit schwarzem Band, bis sie
Ganz schwarz sind!

Und dann lege sie
Auf das Leichenbett!
Und wenn sie noch zappeln,
Nimm den Knüppel!

Und zum Schluß nimm Säure,
Kippe sie in des Geiers Gesicht!
Da wo der Schnabel ausgerissen,
Da wo das Band verklebt.

Damit kannst Du das Gesicht weg machen.

Der Astrophyisker und der Yogi-Meister sagen sich Guten Tag

Astrophysiker

Ein Teil des Universums werden wir nie verstehen. Das stimmt mich traurig. Das Licht ist zu langsam und ich brauche es, um zu sehen.

Yogi-Meister

Warum? Was würdest Du sehen wollen?

Astrophysiker

Was ich noch nicht kenne. Was ich nicht nicht weiß. Was meine Erkenntnis mehren würde. Das, was alles erklären könnte.

Yogi-Meister

Warum suchst Du in der Ferne und nicht im Nahen?

Astrophysiker

Im Großen erst erkennen wir die Zusammenhänge.

Yogi-Meister

Du musst also weit weg von dir suchen, um zu sehen, was dein Leben ist?

Astrophysiker

Ich spiele keine Rolle.

Yogi-Meister

Wer bist du, wenn du niemand bist?

Astrophysiker

Für Objektivität darf ich meine Sicht nicht durch mich selbst trüben.

Yogi-Meister

Was betrübt dich?

Astrophysiker

Das Menschsein ist höchst teilend und unwahr.

Yogi-Meister

Was ist ein Mensch?

Astrophysiker

Eine gegen die Entropie strebende Singularität.

Yogi-Meister

Etwas Besonderes und Außergewöhnliches.

Astrophysiker

Höchst Einzigartig, vielleicht.

Klassische Situation

Der als Therapeut verkleidete Test-Professor fragt: „Was wollen Sie noch erreichen. Ich meine, hinsichtlich ihrer Karriere?“

Der Erwiderer erwidert: „Auf der einen Seite Transzendenz, auf der anderen Seite Dollar. Also im Millionen-Bereich.“