Zeit

Zeit

Der Egel frisst sich durch die Haut. In meinen linken Arm. Ganz am Anfang. Richtung Hand. Er ist nicht groß. Vielleicht ein paar Millimeter. Sein Körper ist braun bis schwarz. Feucht die Haut. In wenigen Sekunden verschwindet er schmerzlos. Er ist in mir. Ich denke:

„Die Zeit

Das ist eine kugelfirmige Domension

Haha – Das haben wir beschworen

Ich schmecke sie weil

Ich einst Dreiecke gegessen habe

Ich, Du, Wir

Wir bauen ein Boot

Du tauchst es in Wasser

Ich fange an zu rudern

Hörst Du mich?

Ich kann Zeit schmecken

Ich lebe nur Sekunden hinter Dir

Und sehen kannst Du mich

Nicht und hören nicht doch

Fühle meine Berührung

Ich sehe Dich

Du siehst mich nicht

Die Zeit ist rund

Sekunden“

Trialog von Treppen …

Erste Treppe: Mir wär´s als ob die Zeit sich dreht.

Zweite Treppe: Nun denn, dann lass uns tanzen. Auf und ab!

Erste Treppe: Wohin soll ich tanzen. Ich weiß nicht wann?

Zweite Treppe: Lass los und du wirst kreisen. Am Ende ist der Anfang.

Letzte Treppe: Gewiss doch. Ich wäre Du. Eher oder später. Wie ich es glaube. 

Der Garten

Menschenvervollt und überdicht
Quillt der Schrebergarten
Aus trivialer Wirklichkeit
Ins absurd Zufällige über

Und ich hocke lustig
Auf der Matratze unterm Sonnenschirm
Ach nein, was sollen die
Großen Sonnenblumen

Aufkommender Wind wedelt Blätter
Sind voller Läuse
Schwarz und grün und manche
Haben Flügel aber fliegen nicht

Befreiend spritze ich die Läuse
Weg mit einem Wasserstrahl
Doch stark der Ekel

Der Himmel ist schwarze Wolken
Drehen sich wie Strudel
Sehnsucht nach dem Sturm